Biografie

Līva Strazdiņa (*1997) in Berlin geboren und mit lettischen Wurzeln, vereint in ihrer Musik Tiefgang, Ausdruck und einen klaren persönlichen Ton. Nach ihrer Ausbildung an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden mit Hauptfach Jazztrompete, unter anderem bei Sebastian Studnitzky, Malte Burba, Simon Harrer und Till Brönner, entwickelte sie eine unverwechselbare Klangsprache, die sich durch intensive Melodik und eine feine Balance zwischen Energie und Intimität auszeichnet. Neben zahlreichen Ensembleprojekten, Bigband-Erfahrungen, Preisen und Tourneen, ist Līva auch als Komponistin aktiv.

„Das Flügelhorn begeistert mich mit seiner
weicheren und dunkleren Klangfarbe."

Trompete & Flügelhorn

Eine Leidenschaft, zwei Instrumente.

An der Trompete schätzt Liva, die „energiegeladene Klangdimension“, inspiriert von Freddie Hubbard und Clifford Brown.

Das Flügelhorn: weich und dunkel im Klang. Es ist gerade dieses Weiche und Dunkle, das Ihre Kreativität anspornt. Auf dem Flügelhorn, kann sie ihre musikalischen Ideen am besten umsetzen.

Zu welchem Instrument Liva greift, hängt davon ab, welche Stimmung sie übertragen möchte.

Komposition

Erlebnisse, Empfindungen, Begegnungen – Alltag.

Ein neuer Impuls: Mit 23 Jahren beginnt Liva zu komponieren. Beim Improvisieren auf dem Klavier findet sie Akkorde und ungewöhnliche, kontrastreiche Akkordverbindungen, aus denen Melodien entstehen. Manchmal ist es auch umgekehrt, dann steht die Melodie am Anfang.

Einige Stücke sind unmittelbare Reflektionen auf konkrete Erfahrungen, so entsteht Misfortune Happens Sometimes nach einer misslungenen Konzertaufnahme.

Charakter und Einflüsse

Melodie, Ausdruck, Tiefe – Sound.

Das sind die Dimensionen, auf die es Liva in ihrem musikalischen Vortrag besonders ankommt und die sie bereits beim Komponieren berücksichtigt. Auf akustische Show-Elemente – höher, schneller, lauter – legt sie keinen gesteigerten Wert.

Liva lässt sich bis heute oft und gern von Billy Joel, Pink Floyd, Joe Cocker, Ella Fitzgerald, Miles Davis, Cannonball Adderely, Eminem, Kendrick Lamar und anderen musikalisch inspirieren und beeinflussen.

„Substanz und Atmosphäre statt Effekthascherei. Höher, schneller, lauter interessiert mich nicht."

Meine Geschichte

Ich bin Līva Strazdiņa, Trompeterin, Flügelhornistin und Komponistin.

Meine Musik bewegt sich im Bereich Modern-Brazilian Jazz mit Einflüssen aus lettischer Volksmusik. Ich lasse mich von der Coolness von Miles Davis, den eingängigen Melodien von Billy Joel und den Grooves von Kendrick Lamar inspirieren. Ebenso von den Klängen meiner Kindheit: einprägsamer, lyrischer lettischer Volksmusik, die mir durch meine familiären Wurzeln tief vertraut ist. In meiner Musik geht es mir vor allem um Melodie, Ausdruck, Tiefe und Sound - nicht um spektakuläre Showeffekte, wie höher, schneller, lauter.

Mit meiner Musik teile ich Eindrücke aus meinem inneren Seelenleben – Geschichten von Erlebnissen, Empfindungen, Begegnungen, Alltag. Ich möchte einen Raum schaffen, in dem man seinen eigenen Gefühlen Raum verschafft. Wo man sich verbunden, ermutigt und gehört fühlt – sich selbst und anderen gegenüber. Ich erlebe oft, wie unachtsam und egoistisch wir im Alltag miteinander umgehen – ob beim Einsteigen in die Bahn, beim achtlosen Herumfuchteln mit Taschen oder beim ständigen Blick aufs Handy…Unzufriedenheit, Verbitterung und Ärger sind oft die Folge. Dem möchte ich entgegensetzen: mehr Empathie, mehr Bewusstsein, mehr Miteinander.

Oft neigen wir dazu, uns vor unseren eigenen Gefühlen zu verstecken aus Angst vor Ablehnung, Enttäuschung oder aus Scham. Ich möchte mit meiner Musik Impulse geben, einen leichteren Zugang zu sich selbst zu finden, Emotionen bewusster wahrzunehmen. Ich bin überzeugt, dass das Verstehen der eigenen Gefühle die Grundlage für ein aufmerksameres und empathischeres Miteinander schafft und so zu einer positiven Veränderung in unserer Gemeinschaft beitragen kann.